Evangelische Kirche A.B. in Slowenien

Gornji Slaveči, 25. Mai 2019

Evangelisch in Slowenien

Von dem Kirchendistrikt Diesseits der Donau der Evangelischen Kirche A.B. in Ungarn und der Evangelischen Superintendentur Wien der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich  zu der Evangelischen Kirche A.B. in Slowenien


Geschichte

 

Foto: Evangelische Kirche in Gornji Slaveci (GAW)

Frida Kovač

* 1908 Leoben, Steiermark 

+ 1996 Maribor (Marburg an der Drau), Slowenien

Frida Kovac war eine Pfarrfrau und Dichterin, die selbstverständlich die Sprachen ihrer Region Prekmurje sprach und in ihnen schrieb. 


Frida Kovač wird am 8. Dezember 1908 in Leoben als einziges Kind von Julius Kovač, einem Österreicher, und Katharina Fichtmüller, die aus dem Übermurgebiet stammt,  geboren. Der Vater ist als Ingenieur auf dem gesamten Gebiet von Österreich-Ungarn tätig, was der Familie ein bequemes Leben ermöglicht. Nach dem zu frühen Tod des Vaters verliert die Mutter durch die Geldentwertung unheimich viel an Vermögen. Ihren Traum vom Medizinstudium muss Frida aufgeben. Sie absolviert eine Handelsschule und findet für kurze Zeit eine Anstellung in Graz. Obwohl die Familie in Österreich lebt, pflegt sie Kontakte zum Übermurgebiet, insbesondere zu der Familie des evangelichen Pfarrers Štefan Kovač in Olsnitz. Bei Besuchen befreundet sich Frida mit dessen Sohn Karl Zoltan Kovač, der ebenfalls Pfarrer in der neu gegründeten Kirchengemeinde Gornji Slaveči ist. Die beiden heiraten 1927. So wird sie Teil einer Familie, die sowohl das Leben der Evangelischen der Region als auch ihr eigenes Leben stark beeinflusst. 1928 freut sie sich über die Geburt ihres Sohnes Helmut. Im neuen Zuhause im Dorf Gornji Slaveči erlebt die an das städtische Leben gewöhnte Frida einen Schock. Die Situation ist um so schlimmer, da es in der neu gegründeten Kirchengemeinde weder ein Pfarrhaus noch eine Kirche gibt. So lebt sie mit ihrem Mann zuerst in einer bescheidenen Mietwohnung. Doch trotz des anfänglichen Schocks gewöhnt sich Frida schnell an das einfache Leben und lernt es lieben. Durch ihre  Zugänglichkeit, Offenheit, Belesenheit und ständige Hilfsbereitschaft gewinnt sie bei den  Leuten schnell an Vertrauen und sie zollen ihr großen Respekt. Als Pfarrfrau ist Frida Kovač in der Gemeinde äußerst aktiv. Sie gründet und leitet den Frauenverein. Mit Kindern und Jugendlichen übt sie Krippenspiele und andere Stücke ein, die sie selbst verfasst. Einige Zeit ist sie sogar Kantorin. Sie wirkt im sozialen Bereich. Unmittelbar nach dem Kriegsende ist Frieda Tag und Nacht im Gemeindeamt tätig und hilft die ersten offiziellen Maßnahmen einzuleiten. Mit ihrer Hilfe wird das Rote Kreuz neu organisiert; bis 1976 wirkt sie als Sekretärin dieser Organisation und ist bis zu ihrem Umzug nach Marburg an der Drau auch ihre Vorsitzende.Ihre größte Aufgabe sieht sie im Schreiben. Zu Beginn sind es kurze Artikel, Prosawerke und Lieder, die sie in Düševni list/Evangelisches Blatt, im Evangelischen Kalender oder sonstwo veröffentlicht. Später verfasst sie Novellen, Dramen und sogar drei Romane. Sie schreibt in vier Sprachen, auf Deutsch, in der regionalen Sprache des Übermurgebiets, auf Ungarisch und Slowenisch. Ihre etwa 300 Werke sind bei den einfachen Leuten der Region, wie auch bei evangelischen Gläubigen beliebt. Man fühlte sich von den Themen angesprochen. Auf diese Weise führt Frida Kovač ihre Leser zu Gott und zu ihrer Kirche. Nach dem Eintritt ihres Mannes in den Ruhestand ziehen die Eheleute zu der Familie des Sohnes nach Marburg. Obwohl Frida nicht mehr im Übermurgebiet lebt, pflegt sie durch ihre literarischen Werke, die sie bis zu ihrem hohen Alter schreibt, Kontakt zu den Gläubigen. Sehr gerne besucht sie auch Graz, wo sie ihre Jugend verbracht hatte. Frida Kovač überlebt ihren Mann um 13 Jahre. Sie stirbt am 8. Juni 1996 in Marburg, wo sie auch begraben liegt.

Foto: Familienarchiv

Das Programm

 


steht noch nicht fest


Die Veranstaltung wird in Zusammen-arbeit mit der Evangelischen Kirche A.B. Slowenien und dem Deutschen Forum östliches Europa, Potsdam, durchgeführt



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